Reiseplanung

7 Tipps für eure Reisevorbereitung, die sonst niemand parat hat

Von Gastblogger , 18. Oktober 2019

Hallo! Ich bin Svenja und habe 2014 schon eine Weltreise gemacht. Heute, mit einem Pony weniger und einigen Falten mehr im Gesicht, werde ich bald erneut für 3,5 Monate mit verschiedenen Gruppenreisen die Welt erkunden! Ich bin schon voll im Vorbereitungsmodus. Welche Kopfhörer nehme ich mit? Und wo war nochmal die Kreditkarte? Als ich mit einem zum Kopftuchersatz funktionierten Verbandstuch auf dem Kopf im iranischen Konsulat saß, um mein Visum zu beantragen, dachte ich, es sei vielleicht an der Zeit, ein paar wertvolle Tipps mit euch zu teilen. Und damit meine ich nicht “Pack eine Powerbank ein” oder “Vergiss den Hand-Sanitizer nicht”. Es gibt kleine Dinge, die euch niemand erzählt, die eure Reisen und die Vorbereitung aber wirklich einfacher machen. Damit ihr euch hauptsächlich auf das konzentrieren könnt, wozu ihr unterwegs seid: nämlich um eine unvergessliche Zeit zu erleben.

7 Geheimtipps für eure nächste Reise

Tipp 1: Ohne Kopflampe, ohne mich!

Vergesst eure Taschenlampe, kauft euch eine Kopflampe! Ich weiß, die haben nicht unbedingt einen Fashion-Award verdient, aber wenn es dunkel ist, interessiert das im Zweifel sowieso niemanden. Mit einer Kopflampe habt ihr nämlich beide Hände frei und das Licht ist genau dort, wo ihr es braucht, nämlich vor euren Füßen. Euch blendet nichts und ihr könnt auch nachts auf allen Plumpsklos dieser Welt, wenn ihr zum Beispiel im Jurtencamp im kirgisischen Nirgendwo seid, nach Toilettenpapier greifen oder euch festhalten, um nicht selbst reinzufallen. Nur sind Kopflampen leider nichts um socializen, denn euer Gegenüber ist die ganze Zeit geblendet. Stellt euch zum Unterhalten lieber ans Lagerfeuer. Vergesst beim Packen die Ersatzbatterien nicht.

Tipp 2: Packing Cubes sind king

Andere nutzen Plastiktüten, doch gibt es für den organisierten Backpack Packing Cubes, die zu Eurem besten Freund werden! Nicht nur, um die Übersicht zu behalten oder um schmutzig von sauber zu trennen. Auch der Vakuumeffekt spart euch ordentlich Platz! Außerdem legen wir auf Reisen eigentlich nichts zusammen, wir rollen unsere Sachen. Weil damit können wir Rucksäcke auch bis in die letzte Ecke füllen. Und wenn man alles in verschiedenen Packing Cubes hat, ist das Ein- und Auspacken ziemlich easy. Denkt daran: Wenn ihre eine Erlebnisreise macht, seid ihr selten länger an einem Ort als ca. drei Tage. Ihr räumt tendenziell JEDEN TAG euer gesamtes Gepäck aus und wieder ein. Wenn ihr also schon bei der Abreise alles quetschen musstet, packt das dritte Taschenbuch, die fünfte lange Jeans und die sterilen Toilettenauflagen einfach wieder aus. Ihr werdet sie nicht brauchen, aber ich merke das auch immer erst hinterher.

Tipp 3: Verzichtet auf Flüssigkeiten im Gepäck

Ernsthaft. Nichts nervt mehr, als wenn euch etwas in eurem Rucksack ausläuft. Alles was nervt, braucht ihr auf eurer Reise einfach nicht. Ich weiß das, weil in meinem Rucksack bereits eine ganze Flasche Haaröl in die Untiefen meines Gepäcks ausgelaufen ist. Das war eine riesige Sauerei. Im Zweifel dauert die Wäsche zu lange oder das Hotel hat keine Waschmaschine oder ihr müsst am nächsten Tag früh raus. Dann habt ihr mühevoll alles im kleinen Waschbecken eures Zimmers gewaschen und nun ist der Rucksack voll mit klitschnassen Sachen. Vielleicht seid ihr am nächsten Tag im Nachtzug unterwegs und nichts kann trocknen. Das kann einem schon ein paar Nerven kosten. Also mein Tipp: Shampoo und Duschgel in Seifenform kaufen. Sonnencremes und Bodylotions gibt‘s auch in Sprühdosen. Und wenn ihr wirklich Haaröl braucht, verstaut es in wasserdichten Beuteln.

Tipp 4: Fitness auf Reisen? Macht euch keinen Stress!

Wer kennt es nicht? Bis zum Urlaub bin ich dann hoffentlich durchtrainiert und kann mich der ganzen Welt im Bikini präsentieren. Klasse Plan. Dieses Leben ist zum Leben da, und das übrigens jeden Tag ;). Ich meine nicht, dass ihr euch nicht gesund ernähren sollt, keinen Sport treiben oder euch nicht wohlfühlen sollt. Nein, ich möchte euch sagen: Sobald ihr im Flieger sitzt, verschwendet eure Reise nicht damit, euch über das Essen zu sorgen. Essen in fremden Ländern gehört zu den größten und wichtigsten Erlebnissen einer Reise. Und da ist es egal, wie viele Kohlenhydrate das beste Sushi dieser Welt hat, wieviel Zucker jetzt genau im indischen Chai-Tea auf dem Markt steckt, gefühlt schätzungsweise übrigens zwei Esslöffel pro Tasse, oder ob eine Suppe mit Schlange nicht doch vielleicht ganz schön viel Fett enthält. Macht euch auch locker mit täglichem Sport, ihr werdet euch ohnehin eine Menge bewegen! Lebt einfach im Moment. Ihr wollt euch sportlich vorbereiten? Kein Problem! Kniebeugen solltet ihr beherrschen (Hi Stehtoilette!) und fragt euren Trainer nach Schulterübungen, damit ihr euren schweren Rucksack auch bedenkenlos eine viertel Stunde tragen könnt, ohne zusammen zu brechen. Außerdem gibt es oft Fahrradtouren, auf denen man die Gegend erkunden kann. Ein bisschen Kondition könnt ihr euch dafür also auch aneignen. Aber: dem Meer ist es wirklich egal, ob ihr eine Bikinifigur habt.

Tipp 5: Gesundheit geht vor

Jap, das klingt schon spießig. Aber da ist was dran. Ihr habt nur einen Körper und krank sein ist suboptimal. Lasst euren Impfpass rechtzeitig vor der Reise auf eure Destinationen checken und plant dafür genügend Budget ein. Nehmt einen Vorrat an Arzneimitteln mit und packt ein Fieberthermometer ein. Schließt UNBEDINGT eine Auslandskrankenversicherung ab. Medizinische Behandlungen sind wirklich teuer im Ausland. Wenn es dazu kommen solltet, dass ihr vor Ort behandelt werdet, lasst euch aufschreiben, was der Arzt euch verschrieben hat. Dann könnt ihr nachvollziehen, woher eventuelle Nebenwirkungen kommen oder ob ihr euch doch etwas anderes eingefangen habt. Auch hier ein Basic-Tipp: Mückenspray. Moskitos sind nämlich ganz schön gut im Übertragen von Krankheiten.

Tipp 6: Kleide dich angemessen

Ich habe einige ungewöhnliche Reiseziele auf meiner Bucketlist. Unter anderem den Iran, Israel und Turkmenistan. Dabei bin ich schon ein wenig überfordert, was ich anziehen kann beziehungsweise darf. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass ich, vor allem in solchen Ländern als Frau, täglich das anziehe, was ich auch zu Hause trage. Und da ist es egal, wie warm es in den Ländern ist. Setzt euch vorher mit der Kultur und den kulturellen Gegebenheiten des Landes auseinander. Schaut auch, ob ihr jemanden in eurem Bekanntenkreis habt, der euch weiterhelfen kann oder sprecht nochmal mit eurem STA Travel Experten. Die Reisevorbereitung für den Iran empfand ich als schwierig. Dort gibt es nämlich ziemlich genaue Richtlinien, was man verdecken oder zeigen darf. Das ist auch im Gesetz festgeschrieben. Und obwohl ich eine sehr gute Freundin mit persischen Wurzeln habe und wir gemeinsam alles durchgegangen sind, war ich immer noch sehr unsicher. Der Besuch im Konsulat hat mir auch geholfen. Dort bin ich ohne Kopftuch und im kurzen Kleid reinmarschiert, was ein großer Fehler war! Ich wurde netterweise gleich von einer Besucherin angesprochen und konnte zumindest die Sache mit dem Kopftuch ändern. Beim Kleid hatte ich einfach Glück, nicht nach Hause geschickt worden zu sein. Dort konnte ich mich während meiner Wartezeit aber auch ganz genau umgucken, was die Frauen getragen haben und jetzt weiß ich, was ich einpacken werde.

Tipp 7: Wertsachen immer gut verstauen

Mein wichtigster Tipp zum Thema Wertsachen kommt aus Südafrika. Dort hat mein Guide Jess damals gesagt: “Wenn ihr euch unsicher fühlt, wohin ihr eure Wertsachen packen könnt, macht es wie die afrikanischen Mamas und verstaut sie im Ausschnitt. Wenn euch da jemand ran geht, bekommt ihr das definitiv mit.” Und was soll ich sagen: Sie hatte Recht damit. Natürlich ist das nichts auf Dauer, aber es funktioniert hervorragend in Situationen, in denen ihr das Gefühl habt, dass ihr nichts herausfordern möchtet. Außerdem würde ich niemals ohne eine Bauchtasche reisen, die man unter seiner Hose tragen kann. Die sind unglaublich sicher und praktisch. Wenn euch jemand etwas klauen will, nimmt er sein Messer und schneidet euren Rucksack oder den Riemen eurer Handtasche einfach auf. Ihr seid allein am Strand unterwegs und wollt schwimmen? Es gibt wasserdichten Beutel, die ihr euch um den Hals binden könnt. Nehmt einfach alles Wertvolle mit ins Wasser. Wenn das Band lang genug ist, könnt ihr diese am besten über der Schulter tragen, damit der Beutel nicht aus Versehen wegschwimmt. Außerdem wichtig: Alle Dokumente und Reiseunterlagen vor dem Abflug einscannen und in einer Cloud ablegen. Wenn tatsächlich mal alles weg sein sollte, habt ihr zumindest die Möglichkeit, in einem Internetcafé oder im Hostel auf Dokumente zuzugreifen und sie auszudrucken.

Ich wünsche euch großartige Weltentdecker-Momente!

Viele weitere nützliche Tipps für eure nächste Reise findet ihr hier:

Schritt für Schritt zur Weltreise: die Planung

Viele hilfreiche Tipps für Work & Travel in Australien

7 Geheimtipps für die USA

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